Assistenzhunde in Österreich

 

Ein Assistenzhund ist ein Hund, der sich bei Nachweis der erforderlichen Gesundheit und seiner wesensmäßigen Eignung sowie nach Absolvierung einer speziellen Ausbildung – vor allem im Hinblick auf Sozial- und Umweltverhalten, Unterordnung und spezifische Hilfeleistungen – besonders zur Unterstützung eines Menschen mit Behinderung eignet. Darüber hinaus leistet er einen wertvollen Beitrag zur Kommunikation und zum Abbau von einstellungsmäßigen Barrieren. Ein sicherer und erfolgreicher Einsatz eines Assistenzhundes ist, unter der Voraussetzung einer weiterhin guten Gesundheit, nur dann während der gesamten Zeit des Einsatzes gewährleistet, wenn der Hund eine fundierte Ausbildung erhalten hat und die gelernten Aufgaben einschließlich der Unterordnung regelmäßig weiter trainiert werden.

 

Seit 1.1.2015 hat das Sozialministerium das Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Wien mit der Durchführung der Assistenzhundeprüfungen beauftragt.

NUR GEPRÜFTE HUNDE WERDEN IM BEHINDERTENPASS EINGETRAGEN UND HABEN SOMIT AUCH BESONDERE RECHTE!

Näheres unter www.vetmeduni.ac.at/assistenzhunde/

 

Als Assistenzhunde gelten:

Der Blindenführhund:
Er soll den behinderten Menschen im Bereich der Mobilität weitgehend unterstützen. Er soll die Wahrnehmungsprobleme blinder oder hochgradig sehbehinderter Menschen ausgleichen und ihnen eine gefahrlose Bewegung sowohl in vertrauter als auch in fremder Umgebung ermöglichen.

Der Servicehund:
Er soll Menschen mit Behinderung im Bereich der Mobilität unterstützen. Er soll für Menschen Hilfeleistungen bei den Verrichtungen des täglichen Lebens erbringen, die behinderungsbedingt ohne Unterstützung nur erschwert, unter gefährdenden Bedingungen oder gar nicht möglich wären. Neben den Basisfertigkeiten werden Servicehunde speziell im Hinblick auf den individuell erforderlichen Unterstützungsbedarf der betroffenen Person ausgebildet.

Der Signalhund:
Er soll dazu beitragen, die Wahrnehmungsprobleme gehörloser Personen und von Menschen mit schwerer Hörbehinderung auszugleichen. Signalhunde werden speziell dafür ausgebildet, Geräusche und Laute durch physische Berührung anzuzeigen.

Als Signalhunde werden auch Hunde bezeichnet, die Menschen mit chronischen Erkrankungen bei damit verbundenen gefährdenden Zuständen unterstützen und Veränderungen des Stoffwechsels sowie der Körperhaltung, die auf eine bevorstehende gesundheitsgefährdende Situation hindeuten, frühzeitig wahrnehmen und anzeigen. Es handelt sich dabei insbesondere um Hunde, die speziell für an Diabetes, Epilepsie und andere neurologisch erkrankte Personen eingesetzt werden.

PRÜFUNGSORDNUNGEN